Selbstbestimmt lieben und leben: Tagung zu Autismus, Sexualität und Teilhabe
Sexualität gehört zum Leben. Auch für Menschen mit Autismus und anderen Beeinträchtigungen. Trotzdem ist das Thema im Alltag häufig mit Unsicherheiten, offenen Fragen und Berührungsängsten verbunden. Wie kann sexuelle Selbstbestimmung respektvoll begleitet werden? Wo liegen Grenzen, wo Möglichkeiten? Und wie können Fachkräfte, Angehörige und Unterstützende Menschen sensibel stärken, ohne sie zu bevormunden?
Diesen wichtigen Fragen widmet sich die Tagung „Autismus und Sexualität – selbstbestimmt oder fremdbestimmt?“ des Landesverbandes Autismus M-V e. V. am 28. Oktober 2026 in der Viehhalle Güstrow.
Ein Tag für Wissen, Haltung und praktische Impulse
Die Tagung richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen, familiären oder ehrenamtlichen Alltag mit Autismus, Behinderung, Assistenz, Teilhabe oder sexueller Bildung zu tun haben. Im Mittelpunkt steht ein Thema, das oft zu wenig Raum bekommt: die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Unterstützungsbedarf.
Am Vormittag erwarten die Teilnehmenden fundierte Fachvorträge. Dabei geht es unter anderem um die aktuelle Forschungslage zu Autismus und Sexualität, um sexualpädagogische Praxis in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, um Sexualassistenz sowie um Sexualität und Behinderung.
Am Nachmittag wird es praxisnah. In Workshops können die Teilnehmenden vertiefen, diskutieren und eigene Fragen einbringen. Themen sind unter anderem Partnerschaft bei hochfunktionalem Autismus, Herausforderungen in der sexualpädagogischen Praxis, weiterführender Austausch sowie Methoden sexueller Bildung.
Warum diese Tagung wichtig ist
Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Gleichzeitig erleben Menschen mit Behinderung oder Autismus im Alltag häufig Fremdbestimmung, Unsicherheit oder fehlende Gesprächsräume. Genau hier setzt die Tagung an: Sie möchte informieren, sensibilisieren und Mut machen, das Thema professionell, achtsam und lebensnah anzugehen.
Die Veranstaltung bietet einen geschützten Rahmen für Austausch, neue Perspektiven und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Teilnehmende darin zu stärken, Menschen mit Beeinträchtigungen respektvoll auf ihrem Weg zu begleiten.
Mit erfahrenen Referierenden
Durch den Tag führen fachkundige Referierende aus Psychologie, Sozialarbeit, Sexualassistenz, Beratung, Supervision und Eingliederungshilfe. Mit dabei sind:
Barbara Rittmann, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und langjährige Leiterin des Hamburger Autismus Instituts
Sascha Schröter, Leiter der Wohnhäuser Ulme und Schönburg der Stiftung „Das Rauhe Haus“ Hamburg
Chantal Hospodarz, selbstständige Sexualassistentin
Anne Baumann, Projektleiterin von „inteam“, Diplom-Sozialarbeiterin, FASD-Fachkraft, Beratung und Supervision
Veranstaltungsdaten auf einen Blick
Thema: Autismus und Sexualität – selbstbestimmt oder fremdbestimmt?
Datum: 28. Oktober 2026
Zeit: 9.30 bis 16.30 Uhr, Einlass ab 8.30 Uhr
Ort: Viehhalle, Speicherstraße 11, 18273 Güstrow
Teilnahmebeitrag: 100 Euro, für Mitglieder des Landesverbandes Autismus M-V e. V. 55 Euro
Inklusive: Getränke und Verpflegung
Anmeldeschluss: 25. September 2026
Anmeldung: über das Onlineformular auf www.autismus-mv.de
Jetzt anmelden und Teil des Austauschs werden
Wer mehr Sicherheit im Umgang mit dem Thema Autismus, Sexualität und Selbstbestimmung gewinnen möchte, findet auf dieser Tagung fundiertes Wissen, praktische Anregungen und Raum für eigene Fragen.
Der Landesverband Autismus M-V e. V. lädt herzlich ein, gemeinsam hinzuschauen, ins Gespräch zu kommen und Wege zu entwickeln, wie sexuelle Selbstbestimmung achtsam, professionell und würdevoll unterstützt werden kann.
Weitere Informationen und Anmeldung: www.autismus-mv.de
Flyer der Tagung: Autismus_Flyer_Sexualität Tagung