Landesarmutskonferenz (LAK) wird wieder aktiviert: Prof. Ulf Groth zum Sprecher gewählt.

Die LAK ist ein Zusammenschluss auf Landesebene von verschiedenen Organisationen, die sich mit dem Thema der Armut und Armutsbekämpfung auseinandersetzen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es diese Konferenz schon seit den 1990er Jahren. Jetzt soll die LAK sich mit einem neuen Sprecherkreis wieder aktiv fachbezogen einmischen. Dafür wurde ein neuer Sprecherkreis gewählt.

Zum neuen Sprecher der Landesarmutskonferenz wurde Prof. Ulf Groth, IfW an der Hochschule Neubrandenburg, gewählt. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Armutsfragen, z.B. im Rahmen der Schuldnerberatung und er weist immer wieder auf die drohende Altersarmut im Land hin. Weitere Mitglieder im Sprecherkreises sind Dr. Christiane David, Neubrandenburg als persönliches Mitglied und Schriftführerin, Ines Jammer-Lühr, Schwerin, Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern sowie Hartmut Storrer, Schwerin, Caritas im Norden.

Als vorrangig identifizierte Themen haben sich Altersarmut und Elternarmut herausgestellt. Sie werden unter Auswertung anerkannter Studien auf das Land bezogen thematisiert und im Netzwerk mit anderen öffentlich diskutiert. Darüber hinaus werden Gespräche in politischen Gremien und mit der Landesregierung angestrebt.

In einem ersten Statement machte Prof. Ulf Groth auf umfangreiches Datenmaterial in Hinblick auf die drohende Altersarmut im Land aufmerksam. Auch das Thema Kinderarmut sei in der Versenkung verschwunden. Groth: „Kinderarmut ist Elternarmut. Mehr als 30- tausend Haushalte nehmen die Ihnen zustehenden Sozialleistungen nicht in Anspruch, leben also in „verdeckter Armut“. Das ist ein Skandal. Die Gründe dafür liegen nicht nur im Selbstverschulden, sondern vor allem in der Zugänglichkeit der Leistungen. Da muss speziell in unserem Flächenland angesetzt werden.“

Die LAK sucht weitere engagierte Unterstützer, die sich mit Armutsfragen beschäftigen möchten.

 

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