Erlebnisreiche Studienfahrt nach Finnland: 10 Studierende besuchten die Partnerhochschule in Lahti

Eine Woche lang weilte eine Gruppe berufsbegleitend Studierender aus allen drei IfW-Studiengruppen im finnischen Lahti, ca. 100 km nordöstlich von Helsinki gelegen.  Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Dr. Britta Tammen und Prof. Ulf Groth, für den es bereits die vierte Reise in die Partnerhochschule der HS Neubrandenburg war. Auf finnischer Seite wurde die deutsche Gruppe von rd. 25 ebenfalls berufsbegleitend Studierenden und den Hochschullehrern Tuula Hypönnen und Juha Roslakka empfangen.

Die beiden Lehrkräfte hatten mit ihren Studierenden ein interessantes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet: Neben Vorträgen zu „interkultureller Kompetenz“ oder den jeweiligen Sozialsystemen in beiden Ländern sowie Kinderschutz-Regularien im deutschen SGB wurden von finnischen Studierenden auch ihre interessanten Forschungsansätze für Masterarbeiten präsentiert.

Weiterhin standen fachliche Exkursionen auf dem Programm: Etwa in das Sozialamt der Stadt Lahti und eine „Family Rehabilitation Center“, in dem mit Kindern und Ihren Eltern gearbeitet wird. Beeindruckend waren auch die Besichtigungen von zwei jüngst eröffneten „Day Care Center“ (Kitas), die sowohl architektonisch wie auch hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung vielfaches Erstaunen auslösten. „Hier wird von Anfang an viel in Bildung investiert“, so ein vielfach geäußertes Resümee aus der deutschen Gruppe. Überaus aufschlussreich auch der Beitrag eines Mitarbeiters des „Youth Service“ der Stadt Lahti, der u.a. über einen niedrigschwelligen Jugendclub im Basement eines Einkaufszentrums berichtete.

Intensive fachliche Austausche fanden in verschiedenen Gruppen-Workshops in deutsch-finnischer Besetzung statt. Hier wurden z.B. Herausforderungen in der Familienarbeit diskutiert und insbesondere immer wieder Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der jeweiligen Arbeit thematisiert. Gerade diese Arbeitsform brachte die Teilnehmer*innen in einen guten Austausch und die Verständigung klappte immer besser.

Der informelle Austausch kam auch nicht zu kurz: Gleich am ersten Abend wurde ein typisch finnischer Saunaabend an einem idyllisch gelegenen See angeboten. Einige Mutige schwammen auch See –  vielleicht auch nur den Mücken zu entkommen (auch eine typisch finnische Besonderheit).  Eine abenteuerliche Gewitter-Wanderung in einem Naturpark wird allen Teilnehmenden lange im Gedächtnis bleiben.

Zur Stärkung nach einer regendurchnässten Wanderung warte ein zünftiges Barbecue auf alle. Natur pur! Ein Highlight war die Bustour in die Landeshauptstadt Helsinki, wo zunächst die neuerbaute, architektonisch überaus ansprechende Zentralbibliothek „Oodi“ besichtigt wurde.

      

Das imposante Gebäude im Herzen der Stadt ist aber viel mehr als nur eine Bibliothek: Hier kann auch genäht, im Internet gesurft, mit Plottern gearbeitet werden, oder sogar eigene Gegenstände aus den freizugänglichen 3 D –Drucken „gezaubert“ werden. Abends gab es nach individuellen Stadtführungen ein zünftiges finnisches Mahl.

„Es war so toll dabei gewesen zu sein. Meine ganzen intensiven Eindrücke müssen sich erst einmal setzen“, so brachte es eine Teilnehmerin aus Rostock sehr treffend auf den Punkt. Im April nächsten Jahres ist der Gegenbesuch einer finnischen Gruppe bereits vereinbart. Zum Abschluss blieb nur noch „Kiitos“ zu sagen für die wunderbare und erkenntnisreiche Woche in Finnland!

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