Richtiges Streiten will gelernt sein

Von Aggressionen zur Verantwortungsübernahme

Bei aggressiven Verhaltensweisen von Kindern sollten Pädagogen Interesse zeigen, zuhören, Feedback geben und den Perspektivwechsel anregen. Kontinuierliche Empathieschulung ist Voraussetzung und nicht die Suche nach dem Schuldigen.

Worum geht es?

Aggressionen unter Kindern wird es weiterhin geben, doch können sie schon recht früh an alternative Konfliktlösungsmethoden herangeführt werden. Denn auch das richtige Streiten will gelernt sein!

Wenn Kinder sich streiten, geben sie anderen die Schuld, beschimpfen sich gegenseitig und wollen von Pädagogen bestätigt werden, dass sie im Recht sind und der Konfliktkontrahent der Schuldige ist. Bei aggressiven Verhaltensweisen von Kindern sollten Pädagogen Interesse zeigen, zuhören, Feedback geben und den Perspektivwechsel anregen. Eine kontinuierliche Empathieschulung ist Voraussetzung, damit   Pädagogen nicht mehr nach dem Schuldigen suchen und Sanktionen aussprechen müssen, sondern  sich auf eine kreative Lösungssuche mit den Kindern konzentrieren können.

Die Dozentin hat das Bensberger-Mediations-Modell bei  Erstklässlern eingeführt und ist durch die  positiven Rückmeldungen von Eltern und Pädagogen ermutigt, das Modell auch in Kitas einzuführen.

Das Modell verlangt jedoch, dass mit einer  festen Gruppe mindestens  drei Monate gearbeitet werden kann und  Pädagogen selbst  die vereinfachte Form der Mediation anwenden.